Bezahlbarer Wohnraum – nur zelten ist billiger!

Es mangelt an allen Ecken und Enden mit bezahlbarem Wohnraum – vor allem in den Ballungsgebieten.
In Deutschland fehlen nach Zahlen des DMB derzeit mehr als eine Million Wohnungen. Um der wachsenden Nachfrage im Land gerecht zu werden, müssten in der Republik pro Jahr rund 400 000 neue Wohnungen gebaut werden. 2015 wurden allerdings nur rund 250 000 Wohneinheiten fertiggestellt – nur 41000 davon waren Mietwohnungen. Auch 2018 wird Deutschland aller Voraussicht nach das gesetzte Ziel mit rund 300 000 Fertigstellungen nicht erreichen.

Unser Ansatz sieht vor, dass Neubauten im unteren Preissegment künftig mit rund 80 000 Euro je Wohneinheit gefördert würden – wenn sich der Bauherr im Gegenzug dazu verpflichte, für den Wohnraum langfristig sozial verträgliche Mieten zu nehmen.
Haben Sie weitere konstruktive Ansätze? Dann werden wir sie vertreten!

5 Antworten
  1. Ralf Herrmann
    Ralf Herrmann says:

    In NRW wird in vielen Städten der bezahlbare Wohnraum immer knapper deswegen brauchen wir mehr Investitionsförderung für den sozialen Wohnungsbau !

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  2. Jochen Grumbach
    Jochen Grumbach says:

    Sollen wir wirklich weiterhin aktiv die Landflucht durch Zubetonieren unserer Städte fördern? Oder muss man nicht vielmehr den ländlichen Raum mit guter (ÖPNV-) Verkehrsinfrastruktur, Glasfaserverkabelung, gute (kleine) Schulen, gute Ärzteversorgung (warum keine mobilen Arztpraxen?), ein auskömmliches Kulturangebot, etc. so weit fit und attaktiv machen, dass die dort leerstehenden und im Verfall befindlichen Kapazitäten wiederbelebt werden. Dann könnten viele Menschen auf dem Land arbeit finden und auch ein normaler Sachbearbeiter, Produktionsbeschäftigter oder was auch immer im mittleren oder unteren Gehaltssegment kann von seinem Gehalt leben, weil der qm preisgedämpft nicht 11 Euro kostet.
    Die Einzelpunkte haben wir alle in unserem Programm stehen. Vielleicht mal die Klammer „Ballungszentren entlasten“ oder „die Regionen wieder attaktiv machen“ oder was auch immer darüber fassen, dann hätten wir „unser“ Thema, was wir nicht irgendwo als Gesamtkonzept abgeschrieben haben.

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  3. Peter Ries
    Peter Ries says:

    In NRW gehören viele Wohnungen den Wohngenossenschaften und Wohnungsunternehmen , wie z.B. LEG, deren
    Wohnungen und Gebäude häufig nicht einmal den standardisierten Anforderungen z. B. bei der Barrierefreiheit genügten und zusehends
    verwahrlosen, weil nötige Instandsetzungen oftmals unterbleiben und die grundgesetzlich normierte Eigentumsverpflichtung durch die Wohnungseigentümer nicht mehr ausreichend wahrgenommen werden.

    In die Jahre gekommene Treppenhäuser, defekte Vorgartenzäune und Beleuchtungen, abbröckelnder Putz von den Fassaden und ungepflegte Außenanlagen bieten in vielen Teilen NRWs ein – für Bewohner und Besucher gleichermaßen – abschreckendes Bild, was letztlich zu einer
    gewissen Lethargie und Abwanderung langjähriger Mieter führt. Die benötigen naturgemäß wieder eine neue Wohnung und entziehen dem Wohnungsmarkt wichtige Ressourcen bzw. verfälschen das Bild des tatsächlich nötigen Wohnraumes. Die runtergegommenen und freen Wohnungen werden nämlich oft luxussaniert und stehen dem sozialen Wohnungsmarkt entweder nicht mehr zur Verfügung oder müssen entsprechend vom Staat mitfinanziert werden. Häufig dienen diese Wohneinheiten jedoch ausländischen Fondgesellschaften, deren Ziel es ist, Rendite zu machen. Ohne eine entsprechende Gesetzesänderung, die diese Unternehmen verpflichtet, die erworbenen deutschen Immobilien wieder dem sozialen Wohnungsmarkt zuzuführen und zu unterhalten, werde noch sehr viele Wohnungen den deutschen Wohnungsmarkt entzogen. Hier sollte es eine Regelung geben, was dem Staat ein/e Vorkaufsrecht/pflicht auferlegt, damit unsere Immobilien nicht ins Ausland verkauft werden und wir am Ende keinen Einfluss auf inländische Immobilien haben und sogar als Bittsteller auftreten müssen, wenn wir baurechtliche Maßnahmen vornehmen lassen wollen.

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  4. Bernd Kirmes
    Bernd Kirmes says:

    Eine Wohnraumförderung existiert schon und unterschiedlichen Varianten.
    Das Problem ist das Bauträger Sie nicht mehr abrufen aus folgenden Gründen.

    1. Durch den Niedrigzinssatz können Banken denselben Zinssatz anbieten (oder besser) als der Niedrigzinssatz für die Förderung.
    2. Durch den Niedrigzins und auch wenn eine Bank etwas höher liegt ist es für Bauträger Interessanter dieses nicht zu nehmen, weil somit keine Vorgabe an welche Gruppen Vermietet werden muss und somit der Gewinn, auch bei möglichen höheren Zinsaufwendungen, großer ist.
    3. Der Aufwand für z.B. Landesfördermittel ist so aufwendig das durch den Zeitverlust höhere Ausgaben entstehen und somit wieder uninteressant wird. Bearbeitungszeiten bis zu 16 Monaten sind keine Einzelfälle.
    4. Bei Landesmittel NRW werden 30% der Summe nur nach Fertigstellung Ausgezahlt. Somit muss 30% Zwischenfinanziert werden. Dieses bieten nur sehr wenige Banken an, weil für dieses die Immobilie nicht als Sicherheit Hinterlegt werden darf und somit ein normales Privat Darlehn ist, welches die Finanzierung des gesamten Objekts nur Finanziell starke Bauherren wieder möglich wird. Somit ist für Sozial schwache, wofür die Landesmittel NRW bereitsehen, nicht zu bekommen ist.

    Lösung:

    1. Fördermittel wie oben genannt für Eigentum von 50.000 Euro mindestens auf 80.000 Euro erhöhen. Meine Empfehlung auf 100.000,- Euro erhöhen um der Zeit nicht hinterher zu hinken, weil ab 2018 sich viele neue Bauvorschriften und Gesetze für Elektrik und Energiethermisch mit enormen Mehrkosten in Kraft treten.
    2. Fördermittel müssen mindestens 5 Jahre Zinsfrei sein, oder es sollte ein Festgeschriebener Zinssatz für 20 Jahre bei allen Förderungen möglich sein (die meisten nur 10 Jahre) und dieser muss bei der Laufzeit aktuell unter 2% liegen (aktueller Vergleich KFW153 hat einen Zinssatz von 2,45% bei einer 20 Jahresbindung).
    3. Fördermittel müssen immer zu 100% Ausgezahlt werden nach Baufortschritt. Eine zwischen Finanzierung wie es z.Z. bei den Landesmittel NRW vorgesehen ist, ist für Einkommensschwache nicht möglich. Einkommensstarke bekommen diese Förderung nicht.
    4. Landesmittel NRW sind die Einkommenbemessungsgrenzen nicht mehr Zeitgemäß, weil die Baukosten durch Umweltauflagen enorm gestiegen sind, jedoch die Berechnungsgrundlage in den letzten 10 Jahren nur einmal 2014 Verändert wurden und größtenteils für Einkommensschwache mit Kinder nicht mehr greifen. Daher müssen die Einkommensgrenzen höher angesetzt werden.
    5. Privaten Mehrfamilienwohnungsbau Fördern!
    Der Gesetzgeber sieht überwiegend Förderung bei selbstgenutztes Wohneigentum vor, Vermietungen ist ausgeschlossen.
    Hier sollte ein zusätzlicher Topf in Anlehnung des KFW 124 Programm für Privatgenutztes Wohneigentum eine Möglichkeit gegen Auflage dieses für Sozial-Vermietung auch bei Privaten Bau der nicht selbstgenutzt wird zu Fördern.
    So wird auch der Private Soziale Wohnungsbau gefördert.

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    • Jochen Grumbach
      Jochen Grumbach says:

      Ergänzende und schon Existierende Variante:
      Handlungskonzept Wohnen in Düsseldorf
      Dies schreibt bei Neubauvorhaben ab 50 Wohneinheiten verbindlich immer mindestens 40 % der WE als öffentlich gefördert (Sozialwohnung) oder preisgedämft (Nettokaltmiete um die 11 €) zu schaffen. Das kann Verhältnis kann dabei frei von 30 : 10 bis 10 : 30 variieren. Zuzeit geht der Trend zu 30 % Sozialwohnungen und 10 % aus dem preisgedämpften Segment.

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